SEK‒Mythos…
Medien berichten gern spektakulär – in Hochglanz, mit starken Bildern, oft losgelöst von der Wirklichkeit.
Das SEK Berlin wurde über die Jahre zur Projektionsfläche für Action und Übertreibung: „Deutschlands härteste Männer“, „Elite-Einheit für die Nacht“.
Doch der Alltag war selten glamourös. Und niemals ungefährlich.
Zuerst mit Farbe
überschüttet
Durch Molotow-
Cocktails brennender
SEK Mann – neben mir
in Pfütze gelöscht
Durch Gewegplatten
vom Dach verletzt.
Schwerste
Verletzungen
...trifft Realität
Hinter jeder Schlagzeile stehen echte Menschen – mit Familien, Ängsten und Mut.
Hochrisikoeinsätze - Demo Einsätze SEK Berlin
Dramatisch erlebt
Anerkennung für ein Leben im
Dienst der Sicherheit
In einer feierlichen Veranstaltung im Oktober 2024 würdigte die Berliner Innenverwaltung das jahrzehntelange Engagement von Lothar Ebert, der das Spezialeinsatzkommando Berlin über viele Jahre geprägt hat – mit Mut, Voraussicht und einem klaren Prinzip: List statt Gewalt.
Die Staatssekretärin / Innensenatorin betonte in ihrer Rede die außergewöhnliche Führungsleistung, die Rolle Eberts bei der Entwicklung taktischer Innovationen – und seine Verdienste um die Eigensicherung und Ausbildung von Beamten deutschlandweit.
Diese Auszeichnung markiert nicht nur ein Ende der aktiven Laufbahn, sondern auch den bleibenden Einfluss eines Pioniers der modernen Polizeiarbeit.
Ein Moment der Wertschätzung – für jahrzehntelange Führung, Verantwortung und Innovation.
Vielfach beschossen – Nicht zurückgeschossen
Unzählige Täter überwältigt
Trotz meines Warnschusses einige Wochen vorher im Bäkepark in Berlin-
Steglitz ist dieser Täter geflüchtet. Danach kam es durch ihn zu diesen
folgenschweren Aktionen im BVG Bus. Hier wurde auch nicht zurückgeschossen. Die Situation endete dort anders.
Todesschuss von Clanmitglied
Beschossen
Einsatz in Wohnung
Erschossen –
Täter überwältigt!
Zahlen, die für sich sprechen
In einem Zeitraum von 20 Jahren wurden 2.634 bewaffnete Kriminelle überrumpelnd festgenommen – entsprechend der Strategie: „List oder Gewalt!“
Darunter befanden sich acht der gefährlichsten in‒ und ausländischen Terroristen, die mit Schrotgewehr, Revolver oder Sprengstoff bewaffnet waren.
Geiselnahme mit Taktikbesprechung
In dieser Verfilmung sieht man Lothar Ebert vor Ort bei einer akuten Geiselnahme.
Mit klarer Stimme und ruhiger Hand weist er sein Team an: „Zwei Mann aufs Dach, einer Funkwagen.“
Als erfahrener Einsatzleiter koordinierte er dutzende Hochrisiko‒Lagen – mit Taktik, Übersicht und Verantwortung.
Mein Rückblick auf Hochrisikoeinsätze
Zum 50-jährigen Jubiläum des SEK Berlin wurde Lothar Ebert als einer der prägenden Köpfe interviewt.
Als langjähriger Leiter des Kommandos spricht er über die Entwicklung, über Einsatzprinzipien und über die Menschen hinter der Ausrüstung.
Nach vielen Schusswaffeneinsätzen wird oft vorschnell von Pseudoexperten ohne Anhörung der Beamten geurteilt. Verantwortungslose Lösungsvorschläge werden in High Noon Manier der Öffentlichkeit unreflektiert präsentiert. Wirklich zielführende lösungsorientierte Fragen und Vorschläge bleiben aus!
Entgegen sogenannter Expertenmeinungen sind Schüsse Richtung Rücken im Einzelfall durchaus möglich:
Hier meine eigene erlebte Einsatzsituation - mit Warnschuss - dargestellt. Folgenschwer...
Kommentare zu Polizeischüssen:
Viele Meinungen ohne Einsatzerfahrung! – Fehltreffer!
Schusswaffenvermeidungstraining wurde vom
Berliner SEK vor Jahrzehnten eingeführt und bis
heute in tausenden Einsätzen realisiert.
Es gibt auch heute, entgegen sogenannter
Expertenmeinungen, Taktiken und Techniken
zwischen Schusswaffengebrauch und
Tasereinsatz.
Vermeidung statt Eskalation – mit Farbe zum Erfolg
Das SEK Berlin entwickelte bereits vor Jahrzehnten ein revolutionäres Trainingskonzept zur Vermeidung von Schusswaffengebrauch.
Mithilfe sogenannter Filzmunition, die mit Farbe getränkt war, konnten gefährliche Einsatzsituationen realitätsnah und risikofrei simuliert werden. Dabei ging es nicht ums Zielen – sondern ums Denken: Deckung, Kommunikation und Deeskalation standen im Mittelpunkt.
Ziel war es, Gefahren frühzeitig zu erkennen – und sie mit Taktik statt Gewalt zu lösen.
Die Erkenntnisse aus diesem Programm wurden in tausenden realen Einsätzen erfolgreich umgesetzt – und retteten das Leben von Zivilisten wie Polizisten. Auch andere Spezialeinheiten profitierten: Zahlreiche Beamte wurden in diesem Konzept geschult.
Ein Training, das Leben rettet – entwickelt vom Berliner SEK unter Lothar Ebert.
Zitat einer auszeichnung
Ein Jahr auf der Spur – Sekunden entscheiden
Ein Jahr lang wurde nach einem Kriminellen gefahndet, der als äußerst gefährlich galt – bekannt dafür, rücksichtslos von seiner Schusswaffe Gebrauch zu machen.
Der Mann trug seine Waffe ständig bei sich. Er bewegte sich vorsichtig – unberechenbar für alle Beteiligten.
Im Rahmen der Ermittlungen erfuhr das SEK Berlin, dass er gelegentlich versuchte, sein Kind zu sehen – und sich dabei mit seiner Ex-Frau in einem Park traf.
Daraus entwickelte sich ein minutiös geplanter Zugriff im Grünen. Der Täter war in Sichtweite – das Umfeld unter Kontrolle.
Doch eine kleine Fahrlässigkeit veränderte plötzlich alles. In Sekunden wurde aus Planung eine akute Bedrohungslage.
Verantwortungslose Expertentipps - ein Beispiel von Vielen
Von vermeintlichen Polizeiexperten werden sogar falsche und teilweise problematische Handlungsanweisungen wiederholt empfohlen. Von einem Polizeiprofessor beispielsweise geforderte Netze oder Distanzstöcke haben wir vor 40 Jahren im Rahmen des von uns entwickelten Schusswaffenvermeidungstrainings auf Wirksamkeit getestet.
Es gibt wirksamere Taktiken und erfolgreichere Techniken.
Beispiel: Einsatz mit Distanzstock
Es gibt mehrere Möglichkeiten des Täters in diesen Fällen für lebensgefährliche
Gegenaktionen.
Hauptziel bei einem Messertäter ist, diesen zu
stoppen und weitere Aktionen zu verhindern.
In Solingen gelang es innerhalb einer Minute einem
Täter, 3 Personen zu töten und 8 lebensgefährlich
zu verletzen.
Einige brisante Einsätze von Lothar Ebert
mit besonderen Würdigungen
Seit über 50 Jahren wurden zahlreiche Geiselnahmen in Berlin ohne Todesfolge gelöst – mit klarem Kopf und kontrollierter Taktik. Für besonders brisante Einsätze gab es eine Vielzahl von Belobigungen und offizieller Anerkennung – ein stilles Zeugnis für die Qualität und Wirkung dieser Einsatzphilosophie.
Fall 1
Live-Festnahme eines bewaffneten
Spezialbeamten auf frischer Tat
Überrumpelter Beamter hielt trotzdem noch zwei tödliche Überraschungen bereit
Fall 2
Warnschuss auf flüchtenden
Pistolenschützen
Fall 3
Fast 1 Stunde in Schuss-bereite Rohrmündung geschaut
Fall 4
Verkleideter SEK-Beamter „Stacho“ überwältigte Geiselnehmer
Fall 5
Zerschmettertes Schienbein
Fall 6
Mit Farbe überschüttet
Spektakulärer Zugriff per Dachsprung
Ein bewaffneter Täter in einem Mehrfamilienhaus – der Zugriff erfolgt präzise und spektakulär: Ein SEK-Beamter springt vom Dach und überwältigt den Mann in der entscheidenden Sekunde.
List oder Gewalt
Pressestimmen zum
Berliner SEK
Medienberichte über Einsätze, Taktik und Führung unter Lothar Ebert.
„Die schärfsten Bullen der Nation“
- Playboy
„Deutschlands Top-Polizisten“
- Das Beste / Reader’s Digest
„Meister der Kontrolle in Extremlagen“
- Berliner Zeitung
„Ein Mann wie Donnerhall“
- Frankfurter Allgemeine Zeitung
Mit Megaphon an der Front
Auf diesem Bild führt Lothar Ebert mehrere Hundertschaften des SEK bei einer Demo in Berlin.
Die Situation eskalierte – die Demonstration endete gewalttätig.
Zu Beginn seiner fast zwei Jahrzehnte beim SEK stand Ebert oft mitten auf der Straße – zwischen Risiko und Verantwortung.
Gewalt gegen die Polizei erfuhr er nicht aus Berichten und Schilderungen - er erlebte sie unmittelbar und war zugleich verpflichtet, persönlich Verantwortungen zu übernehmen!
SEK - Leiter lothar ebert
Entwaffnet im Bruchteil einer Sekunde
Bei einem besonders heiklen Einsatz wurde das SEK Berlin zu einem hochgradig gefährlichen Prokuristen gerufen.
Er galt als psychisch instabil und stand unter schwerem Druck – bei Eintreffen der Einheit war er bewaffnet mit einem Revolver und zeigte bereits erste suizidale Tendenzen.
Während der Verhandlungen richtete er die Waffe mehrfach direkt auf die Beamten – und schließlich auf Lothar Ebert selbst.
Ebert schildert rückblickend:
„Ich hatte nur eine Sorge – dass eine Patrone im Lauf war. Ich schaute direkt in den Lauf.“
Mit einem blitzschnellen Reflex schlug Ebert dem Mann die Waffe aus der Hand – ohne dass sich ein Schuss löste. Der Zugriff gelang. Niemand wurde verletzt.
Einige Tage später lud der Mann das gesamte Einsatzteam zu einem Essen ein – begleitet von einem handgeschriebenen Dankeschön.
Verbesserungsvorschläge, die über Jahrzehnte zum Schutz und zur Eigensicherung genutzt werden.
Im operativen Einsatz kann jedes Detail über Leben und Tod entscheiden – auch scheinbar kleine Dinge wie die Farbe eines Helms.
Das Berliner SEK entwickelte spezielle dunkle Helmbezüge, um die leuchtende Wirkung der weißen Polizeieinsatzhelme bei Dunkelheit zu vermeiden.
Diese Maßnahme sollte die Sichtbarkeit der Beamten für Täter reduzieren und somit das Risiko im Einsatz senken.
Lothar Ebert, damaliger Leiter des SEK Berlin, war der Initiator dieser Innovation. Für diesen praxisnahen, sicherheitsrelevanten Vorschlag wurde er besonders ausgezeichnet und belobigt.
Die Helmbezüge wurden in der Folge bundesweit eingeführt – ein stiller, aber wirkungsvoller Beitrag zur Eigensicherung im Einsatz.
Ein kleiner Eingriff mit großer Wirkung: Die Entwicklung aus Berlin wurde bundesweit übernommen.
Über mich
Lothar Ebert – Kopf, Taktiker, Vordenker
Lothar Ebert war nicht nur Führungskraft – er war Stratege, Ausbilder und Wegbereiter einer Polizei, die nicht zuerst schießt, sondern denkt.
Als Leiter des Berliner SEK prägte er eine Generation von Einsatzkräften – und hinterließ mehr als nur Zahlen: Er hinterließ Haltung.
36 Jahre Polizeidienst – davon über 20 Jahre beim SEK Berlin
12 Jahre lang Leiter des SEK Berlin (1982–1994)
Entwickler taktischer Einsatzkonzepte wie „List statt Gewalt“
Über 2.600 bewaffnete Festnahmen unter seiner Leitung
Zahlreiche Geiselnahmen ohne Todesopfer beendet
Ausbilder für hunderte Spezialkräfte in ganz Deutschland
List statt Gewalt – Zugriff vor dem BMW
Ein bewaffneter Täter, hochgefährlich – kurz zuvor hatte er einen Kollegen erschossen.
Doch statt Sturmgewehr und Rammbock kam diesmal eine verzweifelte Frau an die Tür.
Sehen Sie, wie eine raffinierte Täuschung den Zugriff möglich machte – ohne einen einzigen Schuss.
Elf Leben auf Messers Schneide – gerettet durch Taktik
L. Ebert K. Scheel N. S.
Als angeforderte „Politiker“ verkleidet!
Durch besondere Ablenkungen und gezielte Blitzaktionen
wurden die Selbsttötungsversuche verhindert.
Rückführungsaktion von 142 abzuschiebenden Asylanten
Zugriff im Postboten-Gewand
Der gefährliche Tatverdächtige hatte sich seit Wochen nicht mehr aus seiner Wohnung bewegt – aus Sicherheitsgründen, aus Misstrauen, aus Vorsicht.
Um ihn ohne offene Konfrontation festzunehmen, entschied sich das SEK Berlin für eine besonders unauffällige, aber taktisch kluge Lösung:
Ein Beamter verkleidete sich als Postbote, trug ein Paket – und darunter eine verdeckt geführte Schusswaffe.
Als der Mann wie erwartet die Tür öffnete, wurde er in genau dem richtigen Moment überwältigt – schnell, gezielt, ohne Verletzte.
Eine Aktion, die zeigt: Manchmal beginnt die Lösung mit einer Unterschrift – nicht mit Gewalt.
Gedenken an Roland Krüger
Auf das SEK wurde mehrfach geschossen – einer von uns starb im Einsatz
Ein Kollege, ein Verlust, ein Moment, der bleibt.
Am 23. April verlor das SEK Berlin einen seiner Männer.
SEK-Kommissar Roland Krüger wurde bei einem Einsatz gegen einen bewaffneten Täter kaltblütig erschossen. Ein weiterer Beamter überlebte schwer verletzt – zwei Kugeln trafen ihn lebensgefährlich. Trotz der angespannten Lage gelang es den eingesetzten Kräften, den Täter zu überwältigen und Schlimmeres zu verhindern.
Der Verlust bleibt dennoch schmerzlich.
Roland Krüger war Kollege, Kamerad – und ist bis heute unvergessen.
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